Jens Perner stellt in Berlin Frontier-Studie zu „Kosten importierter synthetischer Heiz- und Kraftstoffe“ vor

Jens Perner, Associate Director bei Frontier Economics, stellte heute in Berlin auf einer Veranstaltung von Agora Energiewende und Agora Verkehrswende eine Studie zu den zukünftigen Kosten von synthetischen Heiz- und Kraftstoffen vor. In der Studie, die im Auftrag der Agoren erstellt wurde, untersucht Frontier, mit welchen Kosten die Herstellung und der Transport von synthetischem Methan (Power-to Gas) bzw. Flüssigkraftstoffen (Power-to-Liquids)  aus Regionen wie Nordafrika, dem Nahen Osten oder Island verbunden ist.  Angenommen wird, dass die synthetischen Heiz-und Kraftstoffe klimaneutral, also mit Erneuerbaren Energien in den jeweiligen Ländern hergestellt werden. Der in der Studie analysierte Zeitraum reicht bis 2050.

Hintergrund der Studie sind die ambitionierten langfristigen Klimaschutzziele, die sich Deutschland und andere europäische Länder gesetzt haben. Die angestrebten Emissionsreduktionen erfordern u.a. einen signifikanten Rückgang der Treibhausgasemissionen im Wärme- und Verkehrssektor. Hierbei werden synthetische Heiz- und Kraftstoffe mittel- bis langfristig eine wichtige Rolle spielen, sei es, um Energie in großen Mengen z.B. für „Dunkelflauten“ zu speichern, bestehende Energieinfrastrukturen auch zukünftig nutzen zu können oder Erneuerbare Energien in Anwendungsbereiche zu bringen, die für erneuerbare Elektrizität nur schwer unmittelbar zugänglich ist (z.B. Luftverkehr).

Die Studie zeigt, dass Kostenvorteile durch den Import von synthetischen Heiz- und Kraftstoffen aufgrund günstigerer Standortbedingungen für die Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien möglich sind. Zudem ist mittel- bis langfristig von deutlichen Kostensenkungen und damit einer Annäherung der Kosten für synthetische und konventionelle Heiz- und Kraftstoffe auszugehen. Jens Perner: „Der Import von klimaneutralen synthetischen Heiz- und Kraftstoffen birgt Kostenvorteile und kann helfen, Infrastrukturengpässe bei Erneuerbaren Energien innerhalb Deutschlands zu meistern. Im nächsten Schritt gilt es, geeignete Rahmenbedingungen für die Nutzung und den Handel dieser Energieträger zu schaffen“.

Die Kostenschätzungen können in einem öffentlich zugänglichen Excel-Tool nachvollzogen werden.

Frontier berät regelmäßig zu Fragen der Sektorkopplung und weiteren Themen rund um die Energiewende.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an Miriam Rau (m.rau@frontier-economics.com oder +49 (0) 221 337 131 00).

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